Oberstufenkonzept

Das Oberstufenkonzept unserer Schule orientiert sich an den Empfehlungen Rudolf-Steiners und den Ergebnissen unserer eigenen Kollegiumsarbeit. Sie trägt zudem den aktuellen Anforderungen zur Erlangung der Abschlüsse der Sekundarstufe I und II in NRW Rechnung.

Der Unterricht erfolgt von der 9. Klasse an durch fachlich und pädagogisch besonders qualifizierte Lehrkräfte. Der Unterricht in den Fächern Mathematik, Deutsch, Geschichte, Erdkunde, Biologie, Chemie, Physik und Kunst erfolgt in Epochenform während des Hauptunterrichts.

Die Fächer Mathematik, Deutsch, Englisch, Französisch, Religion/Praktische Philosophie, Sport, Musik und Eurythmie werden als Fachunterricht schwerpunktmäßig im Vormittagsbereich erteilt.

Viele handwerklich-künstlerische Fächer werden in Form eines ebenfalls epochenartig gegliederten Kursunterrichts schwerpunktmäßig im Nachmittagsbereich gegeben. Darüber hinaus finden praktisch orientierte naturwissenschaftliche und technologische Kurse statt.

Für Schülerinnen und Schüler, die den Anforderungen einer zweiten Fremdsprache nicht gerecht werden können, wird von der 10. Klasse an ein praktisch orientierter berufsvorbereitender Unterricht angeboten.

In der 11. Klasse wird im Rahmen des Kursunterrichts ein Klassenspiel erarbeitet und aufgeführt. Die Betreuung der Klassen erfolgt durch zwei in der Klasse unterrichtende Lehrkräfte, denen wöchentlich eine Betreuungsstunde zur Verfügung steht.
Ergänzt werden diese Unterrichtsangebote durch ein System von Praktika, Klassenfahrten und individuellen Lernleistungen. In der 9. Klasse findet das Landwirtschaftspraktikum statt, in dem die Schülerinnen und Schüler zu zweit in einem landwirtschaftlichen Betrieb mit möglichst biologisch-dynamischer Ausrichtung arbeiten.

In der 10. Klasse findet im Klassenverband ein maximal zweiwöchiges Feldmesspraktikum statt. Im gleichen Schuljahr absolvieren die Schülerinnen und Schüler individuell ein dreiwöchiges Betriebspraktikum in einem Betrieb des herstellenden oder Dienstleistungsgewerbes. Ein ebenfalls dreiwöchiges individuelles Sozialpraktikum findet in der 11. Klasse statt.

In der 12. Klasse fertigen die Schülerinnen und Schüler weitestgehend selbstständig eine Jahresarbeit zu einem selbst gewählten Thema an, die auch umfangreiche praktische Arbeiten umfassen kann. Den Abschluss der Waldorfschulzeit bildet eine maximal zweiwöchige Studienreise im Klassenverband, die Bezüge zu einem Unterrichtsfach aufweisen oder ein praktisches Projekt umfassen kann.