Das Klassenlehrerprinzip

In den ersten acht Schuljahren werden die Kinder von ein- und derselben Lehrerpersönlichkeit geführt. Diese/r Klassenlehrer/in erteilt den Unterricht in den Fächern Formenzeichnen (später Geometrie), Schreiben, Lesen, Sprachlehre, Rechnen, Geschichte, Erdkunde, Physik, Chemie und Naturkunde. Diese Fächer werden nach dem Epochenprinzip in der Hauptunterrichtszeit gegeben, das bedeutet drei bis vier Wochen lang jeden Morgen von 7.50 bis 9.35 Uhr.

Die Fachlehrer/innen erteilen die übrigen Fächer wie Musik, Eurythmie, Handarbeit, Werken, Turnen, Religion und Fremdsprachen. Der/die Klassenlehrer/in ist über den Unterricht hinaus um die einzelnen Schüler/innen und die Klassengemeinschaft bemüht, indem er/sie beispielsweise regelmäßig Elternabende veranstaltet, die Schüler/innen zu Hause besucht und die Klasse auf Ausflügen und Klassenfahrten begleitet.

Der Hauptunterricht bei dem Klassenlehrer/der Klassenlehrerin gliedert sich in drei Bereiche. Da ist zum Ersten der sogenannte rhythmische Teil, in welchem den Kindern durch Bewegungsspiele, Rezitieren, Singen und Musizieren ein leichteres Hereinfinden in den gesamten Unterricht des Tages möglich wird. Im Anschluss daran wird am Epocheninhalt gearbeitet und der Unterricht endet mit einem der jeweiligen Altersstufe gemäßen Erzählstoff.