Der Fremdsprachenunterricht
Das Erlernen von Fremdsprachen - an unserer Schule sind dies Englisch und Französisch - bildet von der ersten Klasse an einen festen Bestandteil im Lehrplan der Waldorfschule.
In nachahmend spielerischen Weise nehmen die Kinder Klang und Melodie der zunächst unbekannten Sprache auf und erschließen sich nach und nach die Bedeutung einzelner Wörter und Sätze. Dabei spielt das rhythmische Element eine große Rolle. Von Anfang an kann jedes Kind im Chor Reime, Gedichte und Lieder mitsprechen und -singen.
Neben den regelmäßig angewandten Sprechübungen, setzen wir auch kleine situative Spiele und Theaterstücke sowie geeignete, altersgemäße Lektüre zur Einübung von Wortschatz und grammatischen Strukturen ein.


In der Mittelstufe (5. bis 8. Schuljahr) kommt zu dem gefühlsmäßigen Verhältnis zur Fremdsprache in verstärktem Maße ein gedankliches Element hinzu. Neben den regelmäßig angewandten Sprechübungen, kleinen situativen Spielen und Theaterstücken sowie geeigneter, altersgemäßer Lektüre setzen wir in diesen Klassenstufen zur Einübung von Wortschatz und grammatischen Strukturen auch ein Lehrbuch ein.
Der Englischunterricht in der Oberstufe (Klasse 9 bis 13) beginnt mit einer intensiven Wiederholung der Grundgrammatik. Lektüren bilden die Grundlage, Nacherzählungen sind die bevorzugten Mittel, Charakterisierungen kommen hinzu. In der zwölften Klasse stehen dann besonders die Erarbeitung von Stilmitteln an sowie die Interpretation von Kurzgeschichten.
Im Französischen werden in diesen Jahren aufbauend auf den in der Mittelstufe erworbenen Fertigkeiten Grundlagen gesichert und vertieft. Dies geschieht anhand von kleinen szenischen Spielen, der Behandlung von kürzeren Lektüren und Gedichten und der Behandlung von Chansons, wobei dies alles zunächst noch von der Lehrbucharbeit begleitet wird. In der zwölften Klasse sind die Schülerinnen und Schüler in der Lage, auch komplexere Werke der großen französischen Literaten zu verstehen und zu durchdringen.

